Gruppen und die daraus resultierenden Zwänge oder Befindlichkeiten sind mir seit frühester Jugend suspekt. Das gilt ebenso für das reale Leben wie für den virtuellen Raum.
Ob es sich nun um Vereine, religiöse oder weltanschauliche Vereinigungen, sog. "communities" oder die gern diskutierte "blogosphäre" handelt, spielt dabei für mich nur eine untergeordnete Rolle.
Was mich irritiert ist die dort immer wieder zu beobachtende Tendenz zur surrealen Eigendynamik, die Gruppen immanent scheint und sich je nach ihrer Klientel mehr oder weniger stark ausprägt.
Was mich besorgt, ist, dass es offenbar genug Menschen gibt, die anfällig für solche Entwicklungen sind, aus welchen Erwägungen auch immer.
Und ich halte es für fatal, wenn dabei die eigene Fähigkeit zur kritischen Distanz im Rahmen solcher Entwicklungen abhanden kommt oder zumindest leidet. Und nicht nur sich selbst gegenüber, sondern auch und insbesondere für von der Gruppe abweichende Meinungen.
Wer mit der Anfälligkeit der menschlichen Psyche für derartige Entwicklungen spielt oder sie zumindest billigend in Kauf nimmt bzw. für seine Zwecke instrumentalisiert, handelt in meinen Augen unverantwortlich.
gesagt...