
(Bildquelle:
kulturzeit.de)
Die Werke der Psychoanalytikerin
Alice Miller gehören zu den wichtigsten literarischen Entdeckungen meiner Jugend.
"Am Anfang war Erziehung", "Du sollst nicht merken", "Das Drama des begabten Kindes", "Bilder einer Kindheit", um nur einige Titel ihrer 13 Bücher zu nennen, die in mehr als 30 Sprachen übersetzt wurden.
Immer setzte sie sich für eine liebevolle und gewaltfreie Erziehung ein. Für sie haben vernachlässigte Kinder, gewalttätige Jugendliche und Terrorismus die gleiche Ursache. Eine von
Millers These lautete: "
In jedem noch so schrecklichen Diktator, Massenmörder, Terroristen steckt ausnahmslos ein einst schwer gedemütigtes Kind, das nur dank der absoluten Verleugnung seiner Gefühle der totalen Ohnmacht überlebt hat."
Sie appellierte an Erwachsene, sich dem Schmerz zu stellen, den sie als Kind erlitten haben und der sich im späteren Leben oft in einer psychischen Erkrankung niederschlägt.
Und angesichts der Missbrauchsdebatte in der Kirche haben ihre Werke nichts an Aktualität verloren!
Alice Miller, 1923 im damaligen Polen geboren, studierte in
Basel Philosophie, Psychologie und Soziologie. 20 Jahr lange arbeitete sie nach ihrer Promotion als Psycholoanalytikerin, bevor sie 1980 ihre Praxis aufgab, um sich dem Schreiben zu widmen.
Alice Miller starb am 14. April im Alter von 87 Jahren, wie der
Suhrkamp Verlag heute mitteilte.
"Der unbewusste Zwang, verdrängte Verletzungen zu rächen, ist stärker als jede Vernunft."
(aus: Abbruch der Schweigemauer)
Alice Miller - Kindesmisshandlung, Kindesmissbrauch
"
Misshandlung ist überall" (faz.net), Zum Tod von Alice Miller
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gesagt...